Augen zu und durch.

Gestern hat der Schulausschuss gemeinsam mit dem Betriebsausschuss getagt. Meine Bürgerfrage in der Einwohnerfragestunde, was man denn mit den ca 100 überzähligen Bewerbern für die neue Gesamtschule zu tun gedenke, wurde nicht wirklich beantwortet. Kein klares Wort wie: „Jawoll, die Schüler müssen weiterhin in den Nachbarstädten untergebracht werden.“ Stattdessen Worte wie „erst mal abwarten, mal sehen, man könne ja auch … usw.“ Die einzige klare Aussage war, dass man die Realschule auf keinen Fall noch ein- bis zwei Jahre weiter laufen lassen dürfe.
Frau Lantermann, die Schulpflegschaftsvorsitzende kritisierte in einer Einwohnerfrage, dass man die auslaufende Realschule nur so lange weiter führen wolle, wie ein „ordungsgemäßer“ Schulbetrieb möglich sei. Auch für sie gab es keine verbindliche Zusage, dass die verbleibenden Realschüler bis zum Ende ihrer Schulzeit in Voerde beschult werden könnten. Wen wundert es, dass die Eltern der Realschüler und die Lehrer nicht mehr auf die Voerder Politik vertrauen.
Als Zuschauer hatte ich mich auf die lebhafte Diskussion unserer politischen Vertreter gefreut. Fehlanzeige. Nach dem Vortrag der Verwaltung kam nicht eine einzige Frage und kein Diskussionsbeitrag aus der Politk. Bei der Abfrage der Fraktionen kam auch nicht viel heraus. Man freue sich auf die neue Gesamtschule und so weiter. Frau Rohr von den Grünen brachte das „Kernproblem“ der gesamten Voerder Schuldiskussion auf den Punkt, als sie über die Qualität der gemeinsamen Schulmensa zur Sprache brachte. Andere Probleme sah sie nicht.
Eine löbliche Ausnahme gab es dann doch von Seiten der CDU-Minderheit, für die Herr Albri, das Problem der nichtversorgten Schüler ansprach, vor dem die Fraktionen die Augen verschließen.

Author: visu-ell

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