Mord im Freibad ist laut Badeordung unzulässig.

waffen verbotenWeder im Hallen- noch im Freibad ist es je zu nennenswerten Vorkommnissen gekommen. Anlass genug für die Verwaltung unserer Stadt im Hinblick auf die Flüchtlinge, die ja unsere Bäder nutzen, eine neue Badeordnung vorzuschlagen, die dann u.a. in arabischer Sprache ausgehängt werden soll.

Nein, nein, es geht nicht um das unerlaubte Springen von Beckenrand. Nein, man will hier auch niemanden stigmatisieren. Es geht darum – völlig vorurteilsfrei – darauf hinzuweisen, dass man in den Bädern niemanden sexuell belästigen dürfe. Auch unerwünschte Berührungen und anzügliche Gesten sollen in den Voerder Bädern ausdrücklich verboten werden. Ach?

Da staunt man doch. Das klingt ja so, als ob solche Dinge anderswo erlaubt seien.

Menschen fremder Kulturkreise müssen genauso wie alle anderen Menschen wissen, was in unserer Gesellschaft und in unserem Staat nicht zulässig ist. Es ist nicht die Aufgabe einer Badeordung hier Nachhilfe im Strafrecht zu erteilen. Mich verleitet diese Idee der Verwaltung zu einer polemischen Übertreibung: Warum nimmt man nicht auch das Verbot, Bomben zu zünden oder Menschen im Freibad zu ermorden in die Badeordnung auf?

Die Badeordnung bestätigt Vorurteile und bewirkt absolut nichts. Wem das alles immer noch nicht seltsam genug vorkommt, der stelle sich einmal vor, in einem Voerder Autohaus würde eine Hausordnung in polnischer Sprache ausgehängt, die das Stehlen von Autos verbietet. Es werden Vorurteile bedient und kein einziger Autodieb, egal welcher Nation, würde sich durch so einen Aushang von seinen Taten abhalten lassen.

Author: visu-ell

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