Schulangebot in Voerde

schulen_gesamtschuleIn Voerde gibt es ein aktuelles Problem: Nachdem es keine Haupt- und keine Gesamtschule mehr auf Voerder Gebiet gibt, bleiben Schüler unversorgt, die weder am Gymnasium noch an der Realschule ausreichend gefördert werden können. In Voerde wohnende Kinder sind gezwungen, sich bei den Gesamt-, Haupt- oder Sekundarschulen in Hünxe, Dinslaken und Wesel zu bewerben. Dort werden sie mitunter auch noch abgewiesen. Was für eine traurige Situation für Eltern und Kinder.

Da eine interkommunale Zusammenarbeit mit Hünxe am Widerstand aus Hünxe gescheitert ist, muss Voerde daran gehen, so schnell wie möglich Abhilfe vor Ort zu schaffen. Kommunaler Egoismus ist hier fehl am Platz. Der Hünxer Gessamtschule scheint nicht bewusst zu sein, dass ihr Bestand nicht gesichert ist, wenn Voerde gewungen sein wird, eine eigene Gesamtschule aufzubauen.

Die Wiedereröffnung einer städtischen Gesamtschule in Voerde wird aber nicht funktionieren. Sie ist schon einmal gescheitet. Die Schulaufsicht in Düsseldorf wird die Wiedergründung einer öffentlichen Gesamtschule in Voerde nicht genehmigen, weil grundätzlich keine Schulen genehmigt werden, die den Bestand anderer Schulen gefährden. Die Gründung einer Sekundarschule bringt auch nichts: Eine Sekundarschule wird eine Hauptschule mit neuem Namen. Sie wird von den Eltern nicht angenommen werden und sie ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die Realschule in eine Gesamtschule umzuwandeln wird nicht funktionieren, weil es dann einen verständlich Aufschrei geben, wird. Wer schließt schon einen Schule, die in der Vergangenheit hervorragende Arbeit geleistet hat.

Bleibt nur eine neue Gesamtschule in fremder Trägerschaft. Hier hat sich die Caritas angeboten. Dieses Angebot hat einen nicht zu leugnenden Charme. Hier gibt es aber zwei Probleme, die man lösen muss.

  1. Die Stadt muss ein Schulgebäude bereitstellen. Natürlich könnte man das alte Gesamtschulgebäude nutzen, aber dafür hat man schon andere Pläne.
  2.  Die Caritas wird nicht gänzlich ohne städtische Hilfe auskommen.

Da wir uns aber im Haushaltssicherungkonzept befinden, wird die Stadt hier nicht helfen dürfen, weil die Unterstützung einer Privatschule nicht zu den sogenannten „Pflichtaufgaben“ zählt. Hier ist die Frage, ob wir es mit vereinten Kräften quer durch alle politischen Richtungen hinbekommen, ein solches Konzept durch viel Fantasie umzusetzen. Vielleicht muss hier der Kreis eingeschaltet werden, der den Haushalt der Stadt Voerde genehmigen muss.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Author: Ellenberger

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