Schulvielfalt in Voerde erhalten.

Ich habe ein Deja-Vue. Bis kurz vor der letzen Kommunalwahl schwiegen sich SPD, Grüne und WgV zur Zukunft der Realschule aus, um diese sehr kurz nach der Wahl zu schließen. Ich möchte die Gesamtschule UND ein selbstständiges Gymnasium erhalten. Ich würde mich freuen, wenn die Vertreter der o.g. Parteien sich äußern würden und eine Garantie für den Erhalt des GV – zumindest für die anstehende neue Wahlperiode – aussprechen würden. Mit mir wird es in dieser Zeit keine Schulschließung oder Zusammenlegung geben.

Jetzt mag jemand sagen, meine Sorgen entbehren jeglicher Grundlage. Niemand wolle eine Mauer bauen, geschweige denn ein Gymnasium schließen. Doch diese Gefahr ist leider nicht unrealistisch. Die Gesamtschule braucht eine zahlenmäßig ausreichend große Oberstufe. Das Gymnasium auch. Daraus ergibt sich zwangsläufig der Ruf nach verstärkter Zusammenarbeit, weil die Schüler aus den Nachbarkommunen weniger werden. Natürlich steht einer punktuellen Zusammenarbeit beider Schulen nichts im Wege. Wenn es am Ende aber auf eine gemeinsame Oberstufe hinauslaufen sollte, dann ist das das Ende des Gymnasiums. Ein Gymnasium ohne eigene Oberstufe ist kein Gymnasium mehr, sondern allenfalls eine Realschule und die haben unsere Verantwortlich ja erst vor wenigen Jahren geschlossen.

Warum bringe ich das jetzt aufs Tablett? Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass heiße Eisen in der Wahlkampfzeit von den meisten Parteien nicht angefasst werden, und genau das finde ich nicht richtig.

Author: Ellenberger

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