Teure Gutachter sind keine Garantie für gute Schulen

Die Entscheidung der Voerder Eltern, an welcher weiterführenden Schule sie ihr Kind anmelden, ist immer eine individuelle und ganz persönliche Entscheidung. Diese Entscheidung lässt sich nicht so einfach statistisch hochrechnen, wie es das – von der Stadt teuer bezahlte – Institut Biregio glauben machen will. Eltern werden ihre Entscheidung auch in Zukunft hauptsächlich von der Qualität der angebotenen Schulen abhängig machen. In die Prognosen des Institutes fließt aber genau dieses Kriterium nicht ein. Deshalb schlagen die ortsfremden Gutachter die Auflösung einer guten Realschule zu Gunsten einer öffentlichen Gesamtschule vor. Dabei weiß jeder in Voerde, dass eben diese öffentliche Gesamtschule schon einmal gescheitert ist. Die unwissenschaftliche Begründung, dass sich die Gesamtschule in NRW „eher auf dem Vormarsch“ befände, beweist, dass es sich hier um eine Meinung, nicht aber um ein ernst zu nehmendes Gutachten handelt.

Wenn eine öffentliche Gesamtschule zurückkommt und wenn man deren Bestand nicht durch Qualität, sondern durch die Beseitigung der konkurrierenden Realschule sichern will, dann sind die Folgen auch ohne Gutachter absehbar: Eltern werden nach einem kurzen Anfangserfolg der wieder gegründeten Gesamtschule ihre Kinder wieder in Hünxe, Wesel und Dinslaken anmelden. Damit wäre das Ausgangsproblem, nämlich die Schülerabwanderung in Nachbarkommunen zu unterbinden, nicht gelöst. Wenn man dieses Problem aber nicht lösen kann, dann kann man es genauso gut bei der derzeitigen Situation belassen und obendrein enorm viel Geld sparen.

Author: Ellenberger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.